Bataillon

Die Ausgabe 02/2017 ist gedruckt und wurde an die Mitglieder verteilt. Nun wollen wir Ihnen auch im Internet die neuesten Beiträge des Bataillons zeigen. Auf folgende Berichte können Sie sich freuen:

  1. Hubertus-Hilgendorff Pokal
  2. Husarenbiwak
  3. Willkommen Militärpfarrerin Dorothea Brand
  4. Soldaten und Appelle
  5. Die Laufbahn der Mannschaften im Wandel der Zeit
  6. TOP-Leistungen beim 22. Eutiner Seelauf
  7. Verein der Freunde und Förderer des Aufklärungsbataillon 6 Holstein e.V.
  8. Blaue Stunde
  9. Volkstrauertag
 
 

Hubertus-Hilgendorff Pokal

Wenn Fehler keine Leben kosten Neun Mannschaften des Aufklärungsbataillons kämpften um den Hilgendorff-Pokal.

Es ist ein warmer Sommertag. Der Wind rauscht leise in den Bäumen. Vereinzelt fällt das Sonnenlicht durch die Baumkronen auf den laubbedeckten Waldboden. Hier und da hört man das Zwitschern von Singvögeln. Ansonsten herrscht Stille. Trügerische Stille.

Ganz langsam und vorsichtig bewegen sich vier Soldaten auf einem Waldweg hangaufwärts. Unentwegt wandert der Blick über den Boden, links und rechts den seitlichen Wällen entlang, hoch an den Baumstämmen bis in die Wipfel. Schweißperlen tropfen von der Stirn und landen im trockenen Sand. Jeder Schritt ist wohlüberlegt. Es könnte der Letzte sein. Überall lauern Sprengfallen!

Ziel des verwegenen Unterfangens: Der vom Feind hastig verlassene und vermutlich verminte Gefechtsstand. Es lockt die Möglichkeit Karten zu erbeuten und die feindliche Absicht frühzeitig herauszufinden.

Der vorderste Soldat bemerkt noch die leichte Berührung der Angelsehne am Schienbein, doch es ist zu spät. Die Falle löst aus. Vor einer solchen Situation fürchtet sich jeder Soldat. Aber es kommt nicht zur Explosion, sondern ein lauter Piepton schrillt durch den Wald.

Die vier Soldaten befinden sich nicht in der Ukraine oder gar im Baltikum, sondern auf dem Standortübungsplatz Eutin. Sie sind auch nicht Teil eines Einsatzkontingents, sondern einer
achtköpfigen Mannschaft des Hubertus-Hilgendorff-Pokal (HHP). Der Schweiß dagegen ist echt. Die Station heißt „UXO/IED Lane“ und ist eine von neun Stationen. Hierbei steht die Mannschaft vor der Herausforderung Auslöser von Sprengfallen auf einem Weg zu erkennen. Zuvor musste die Mannschaft schwere Munitionskästen von einem ausgefallenen Lkw 2t gl Unimog abladen und auf einen 50 m entfernten „Zwotonner“ wieder aufladen.

Alle Stationen des diesjährigen HHP stehen unter dem Motto
„Back To The Roots“. Vom Kommandokraul auf dem Stahlseil, über 1l Wasser innerhalb von 10 min zum Kochen zu bringen, bis zum militärischen Erkennungsdienst werden die Basics abgefordert. Nach dem Hindernisparcour-Memorie kühlen sich die Mannschaften im Großen Eutiner See beim Schwimmen mit dem Zeltbahnpaket ab. Im Bereich Beobachten und Wirken sehen sich die Mannschaften vor die Herausforderung gestellt, Entfernungen behelfsmäßig zu ermitteln und beim Schießen im AGSHP möglichst viele Ringe zu erzielen.

Hptm Henze

Hubertus Hilgendorff Pokal
Hubertus Hilgendorff Pokal
Hubertus Hilgendorff Pokal

Husarenbiwak

Anschließend treten die von den Kompanien aufgestellten Tauziehmannschaften gegeneinander an. Im von Oberstleutnant Alexander Radü, Kommandeur des Aufklärungsbataillons 6, initiierten Wettkampf versuchen sich die Mannschaften im K.O.-Verfahren gegenseitig über den Sportplatz zu ziehen. Dabei feuern die Kompanien ihre acht stärksten Soldaten kräftig an und machen die vor Schmerzen brennenden Unterarme vergessen.

Die 1. Kompanie hat wieder den Auftrag das traditionelle
HUSARENBIWAK im Anschluss an den HHP und den Tauziehwettbewerb auszurichten. Bei herrlichem Sonnenschein sind mehr als 100 Gäste von Land, Stadt, Kameradschaft und Patengemeinden vor Ort. Zusätzlich sind natürlich die Soldatinnen und Soldaten des Bataillons mit ihren Familienangehörigen eingeladen, so dass Oberstleutnant Alexander Radü, gut 400 Teilnehmer zum Biwak begrüßt.

Vor dieser offiziellen Begrüßung hat dankenswerter Weise unser „alter“ evangelischer Militärpfarrer Jan-Dirk Weihmann zum letzten Mal ein Feldgottesdienst angeboten. Dieser wird für die Teilnehmer unvergesslich bleiben!

Mit Unterstützung der Verpflegungsgruppe kann den Gästen dann ein leckeres Grillbuffet serviert werden. An dieser Stelle
danken wir sehr herzlich der Kameradschaft sowie dem Deutschen
Bundeswehrverband (DBwV) für die großzügige Unterstützung mit 400€ bzw. 300€ für die Freigetränke. Ohne ihre tatkräftige
finanzielle Unterstützung wäre dieser Tag nicht so schön und die Getränke sind, wie sollte es auch anders sein, schnell aufgebraucht.

Die Truppenkameradschaft des DBwV am Standort Eutin überrascht unseren Kommandeur mit der Auszeichnung für 25 Jahre Mitgliedschaft.

Der offizielle Teil endet mit der Siegerehrung für die Mannschaften des HHP und für den erstmalig durchgeführten Tauzieh-Wettkampf, den die 1. Kompanie mit weißer Weste, ohne eine einzige Niederlage, für sich entscheiden kann!

Der Abend klingt mit tollen Gesprächen gemütlich am Lagerfeuer aus. Für die tolle Hintergrundmusik geht der Dank an „DJ“ Hauptfeldwebel Noack aus der S6 Abteilung, der gerade die 2. Kompanie noch fast zum Tanzen bewegt…

Hptm Henze

Husarenbiwak
Husarenbiwak
Husarenbiwak
Husarenbiwak

Willkommen

Ein neues Gesicht bei der Militärselsorge in Eutin

In Japan erzählte man sich die Geschichte von einem Mann, der eines Morgens aufwachte und beim Blick in den Spiegel – nichts – sah! Er hatte wirklich und wahrhaftig sein Gesicht verloren! Die Sache war ihm äußerst peinlich. So, wie er war, konnte er sich ja unmöglich einem anderen Menschen zeigen.

So machte er sich auf die Suche. Zuerst ganz alleine. Er tastete sein Bett ab und den Boden unter dem Bett und schließlich auch den ganzen Raum, in dem er sich befand. Lange versuchte er sich so zu helfen, bis er begriff: Wer sein Gesicht verloren hat, wird es allein kaum wiederfinden können. Er sieht und hört ja nichts. Wie konnte dieser Mann nur Rettung finden? Es gelang ihm nur mit Hilfe seiner Freunde. Sie suchten für ihn alle Plätze ab und fanden es am Ende tatsächlich. Es war im Bad in seinem Spiegel, wo er es bei einem nächtlichen Gang verloren hatte. Wohl dem, der solche Freunde hat!

Ein neues Gesicht auch bei der Militärseelsorge in Eutin: Dorothea Brand, Pfarrerin seit 35 Jahren ϑ. Zunächst Gemeindepfarrerin in einer großen Dorfgemeinde im Lippischen (das ist der östliche Zipfel von NRW), dann als "Boden-Luft-Offizier" bei der evangelischen Militärseelsorge in der Lüneburger Heide. Nun bin ich zum  01.09.2017 auf meinen Wunsch hin in die Holsteinische Schweiz versetzt worden, damit als Militärpfarrerin zuständig für die Standorte Eutin, Todendorf und Putlos. 

Was ich in den vergangenen Jahren in der Begegnung mit Soldaten so sehr schätzen gelernt habe, ist die präzise Art, in Gesprächen zum "Kasus Knacktus" – zum Kern eines Problems – zu kommen. Gerne stehe ich Ihnen auch hier unterstützend zur Seite. Oder – bezugnehmend auf die kleine Geschichte aus Japan – begebe ich  mich mit Ihnen auf die Suche nach dem, was kaputt und verloren gegangen ist, im Dienst, Zuhause, oder wo auch immer. Meine Aufgabe ist zugleich meine große Leidenschaft:

Scherben zu sammeln und Töne. Das ist im wörtlichen Sinne gemeint, aber auch im übertragenen Sinn: Wann immer Sie etwas auf dem Herzen haben, ich werde Ihnen zuhören, werde meine eigenen Gedanken in Gespräche und Unterrichte mit einbringen, werde versuchen, das Leben in seinen lauten und leisen Momenten mit Ihnen zu teilen.

Gerne gehe ich mit Ihnen ein Stück des Weges!

Mit freundlichen Gedanken grüße ich Sie!

Ihre Militärpfarrerin Dorothea Brand

Willkommen
Willkommen
Willkommen
Willkommen

Soldaten und Appelle

Ein Soldatenleben ohne Antreten ist nicht vorstellbar

Auf den nächsten Bildern folgen Impressionen der Appelle des zweiten Halbjahres. Es konnten nicht alle Ehrungen, Auszeichnungen, Beförderungen und Verabschiedungen aus Kapazitätsgründen abgebildet werden. Wir bitten um ihr Verständnis.

Bataillonsrasen

23.06.17

1 Auszeichnung für die Teilnahme an Persistent Presence
2 Auszeichnung für die Teilnahme an Persistent Presence

23.06.2017
23.06.2017

21.07.17

1 Verleihung des Ehrenkreuzes in Silber (Sonderform) an H Broschei
2 Auszeichnung Btl Nadel und Verabschiedung H Henze

21.07.2017
21.07.2017

15.09.17

1 Empfang im Casino anlässlich der Kompanie Übergabe Zwote
2 Entbindung der Führungsverantwortung, symbolisch durch Übergabe des Kompanie-Wimpels von H Broschei
3 Übertragung der Führungsverantwortung an H Lotzin, durch Übergabe des Kompanie-Wimpels

4 Übergabe der Roten Zwoten vollzogen

15.09.2017
15.09.2017
15.09.2017
15.09.2017

09.10.17

1 Die Übergabe des Stab Zuges wurde durch Handschlag besiegelt 
(v.l.n.r.: H Pfeil, OTL Radü, H Thiele)

2 H Thiele bei der Übergabe des Wimpels und damit Abgabe der Führungsverantwortung des Stabs Zuges

09.10.2017
09.10.2017

Die Laufbahn der Mannschaften im Wandel der Zeit

Die Bundeswehr als Arbeitgeber

Die Bundeswehr befindet sich als einer der größten Arbeitgeber Deutschlands in einem intensiven Wettbewerb um qualifizierte Beschäftigte, neben Soldatinnen und Soldaten benötigt auch der zivile Bereich der Bundeswehr entsprechendes Personal. Angesichts des vergleichsweise hohen Bedarfs an Soldatinnen und Soldaten in der Bundeswehr ist es aus Sicht des Bundesministeriums der Verteidigung notwendig gewesen die Attraktivität und Wettbewerbsfähigkeit der Streitkräfte zu steigern, um die erforderliche Personalgewinnung in qualitativer und quantitativer Hinsicht auch zukünftig demografiefest gewährleisten zu können. Unabhängig von der Möglichkeit des freiwilligen Wehrdienstes hat die Umsetzung dieser Maßnahmen Änderungen für Soldaten auf Zeit in der Laufbahn der Mannschaften gebracht. 

Der Mannschaftssoldat von früher war ein Soldat auf Zeit mit einer Regelverpflichtungsdauer von 4 Jahren, dadurch war seine Stehzeit auf seinem Dienstposten begrenzt. Hinzu kam der Anspruch auf Berufsförderung innerhalb bzw. nach der Dienstzeit in Höhe von 7 Monaten. Aufgrund dessen konnte er zwar im Rahmen seiner Dienstzeit eine hohe Fachexpertise erlangen, nahm diese jedoch mit Ablauf seiner Dienstzeit mit ins Zivilleben. Der Erhalt der Fähigkeiten konnte über Reservistendienstleistungen (alt: Wehrübungen) realisiert werden. Er verließ die Bundeswehr in der Regel mit dem Dienstgrad „Stabsgefreiter“. Bleibt festzuhalten, dass der Soldat nach seiner Dienstpostenausbildung in der Kompanie auf dem Level des „Könnens“ angekommen ist, aber der entscheidende Schritt des „Beherrschens“ in der Regel nicht erreicht werden konnte, da dann regenerationsbedingt neue Soldaten auf Zeit ausgebildet werden mussten.

Der Mannschaftssoldat von heute ist aufgrund der langen Stehzeit als eigener Berufsstand zu sehen. Er ist Soldat auf Zeit mit einer Verpflichtungsdauer zwischen 4 und bis zu 25 Jahren, dadurch ist zwar auch seine Stehzeit begrenzt, jedoch perspektivisch steht er sehr lange in einer Verwendung. Im AufklBtl 6 Holstein durchschnittlich fast 10 Jahre. Damit ist der Erwerb einer hohen Spezialisierung und Fachexpertise möglich, die sich lange in der Bundeswehr auswirken, und im Rahmen von Reservistendienstleistungen an die Streitkräfte gebunden werden kann. In der Regel verlässt der Soldat die Bundeswehr mit dem höchsten Dienstgrad der Laufbahn „Oberstabsgefreiter“ und kann seinen Anspruch auf Berufsförderung ausschließlich nach der Dienstzeit in Anspruch nehmen. 

Ein wesentlicher Vorteil für die Truppe ist also die lange Stehzeit und der hohe Grad der Spezialisierung bzw. Fachexpertise des Soldaten. Fairerweise muss aber jeder Mannschaftssoldat auch berücksichtigen, dass sich nach dem schnellen Erreichen des Enddienstgrades „Oberstabsgefreiter“ weitere, vor allem monetäre Steigerungen, nur über die sog. Erfahrungsstufen, und nicht über weitere Beförderungen auswirken. Gleichzeitig stehen bis zu 5 Jahren Berufsförderung nach Dienst der noch fehlenden Erfahrungen seitens der zivilen Wirtschaft im Umgang mit SaZ 25 entgegen. 

Im Ergebnis bringen die langen Verpflichtungsmöglichkeiten der Mannschaften für den Dienstherren und Soldaten gleichermaßen Unbekannte, die jeder für sich individuell abzuwägen hat. Eine Karriere bei der Bundeswehr kann in der Laufbahn der Mannschaften beginnen, aber Sie muss dort nicht enden. Und sollte Sie dort enden, so sind Weiterbildungen über den Berufsförderungsdienst bis hin zum Erwerb eines anerkannten Berufsabschlusses eine Grundlage für den weiteren Lebensweg.     

Lt Conrad

Laufbahn der Manschaften
Laufbahn der Manschaften

TOP-Leistungen beim 22. Eutiner Seelauf

Am 6. September hat der Eutiner Seelauf den Teilnehmerinnen und Teilnehmern zum 22. Mal viel abgefordert.

Rund 200 Läuferinnen und Läufer gingen dieses Jahr an den Start. Es sei eine „geile Strecke“ gewesen, sagte abschließend der Gesamtsieger über die zehn Kilometer, Claudius Michalak, gegenüber der lokalen Presse. 

Die 22. Auflage des Eutiner Seelaufs wurde durch das Aufklärungsbataillon 6 Holstein ausgerichtet. Der Kommandeur, Oberstleutnant Alexander Radü, schickte die Läuferinnen und Läufer auf eine anspruchsvolle Strecke rund um den Großen Eutiner See. Unter anderem ging es durch das Gelände der Landesgartenschau 2016. Trotz wechselhaftem Ost-Holsteiner Spätsommerwetter war die Stimmung hervorragend.

Wertung der Männer

So gewann in der Hauptklasse der Männer Claudius Michalak in einer Top-Zeit von 33:04 Minuten und konnte einen fünfminütigen Vorsprung zwischen sich und seine Verfolger bringen. Auf den zweiten Platz lief Oberleutnant zur See Stefan Lucht vom Team Marineflieger, der zugleich die Wertung der über Männer in der Altersgruppe Ü-35 gewann. Bei den Männern der Altersgruppe Ü-40 setzte sich Stabsfeldwebel Michael Gendig vom heimischen Aufklärungsbataillon 6 Holstein durch.

Auf der Zielgeraden heißt es: Noch einmal kräftig die Zähne zusammenbeißen (Quelle: Bundeswehr/Timm Ritter)

Wertung der Frauen

Das Rennen der Frauen gewann Oberfeldwebel Anne Becker aus dem Taktischen Luftwaffengeschwader 51 „Immelmann“ in einer Zeit von
45:37 Minuten, 85 Sekunden vor Oberleutnant Nicole Stukenbröker aus dem heimischen Aufklärungsbataillon 6. 

Den dritten Platz belegte Feldwebel Sabrina Pittelkow vom
Spezialpionierregiment 164.

In der Teamwertung gewann die Gruppe des Aufklärungsbataillons 6 Holstein und verwies dabei das Team Marineflieger und die Mannschaft des Spezialpionierregiments 164 aus Husum auf die hinteren Plätze.

Als ältester Läufer beeindruckte der 87-jährige Norderstedter Hans-Joachim Matthies. Er zeigte bisher jedes Jahr, dass auch ein hohes Alter kein Hinderungsgrund darstellt.

All diese Ergebnisse können online unter www.eutiner-seelauf.de eingesehen werden. Sie gehen auch in die Wertung des Schleswig-Holstein-Cups ein.

Interessierte können sich schon jetzt für den 23. Eutiner Seelauf am 6. September 2018 anmelden. Das Online-Formular unter www.eutiner-seelauf.de/anmeldung ist bereits freigeschaltet.

OLt Cacic

Seelauf
Seelauf

Verein der Freunde und Förderer des Aufklärungsbataillons 6 Holstein e.V.

Wir unterstützen die Soldaten und ihre Familien dort, wo der Staat nicht mehr helfen kann

Vorweg ein wenig aus der Vereinsgeschichte: Am 4. Dezember 1987 wurde der Förderverein unter der Leitung des damaligen Kommandeurs Fritz von Korff sowie seines Vorgängers Manfred Rath gegründet. Die Eutiner Soldaten sollten damals den berühmten Boeselager - Wettkampf ausrichten, es fehlte aber das notwendige Geld. So kamen einige Zivilisten und Soldaten auf den Gedanken, einen Förderverein ins Leben zu rufen.

Sicherlich gibt es in Eutin und der Umgebung eine ganze Menge von Vereinen. Viele von ihnen erfüllen wichtige Aufgaben, bieten z.B. Freizeitmöglichkeiten an oder wollen einfach nur zweckgebunden helfen. Zu den letztgenannten gehören im Kern auch wir vom Verein der Freunde und Förderer des Aufklärungsbataillons 6 Holstein e. V. in Eutin.

Zweck des Vereins ist entsprechend seiner Satzung
die Förderung internationaler Gesinnung, der Toleranz auf allen Gebieten der Kultur und des Völkerverständigungsgedankens, der Heimatpflege und der Heimatkunde sowie der staatsbürgerlichen Bildung, beispielsweise durch die Pflege der Beziehungen zwischen Angehörigen des Bataillons und der Bevölkerung sowie zu den Patengemeinden". Damit könnte der Zweck unseres Vereins auch 30 Jahre nach seiner Gründung aktueller nicht sein!

Dabei sind es ganz einfache Wünsche oder Notwendigkeiten der Soldaten, bei denen wir finanziell helfen: Sportliche Begegnungen, Programmgestaltung für ausländische Gäste, Veranstaltungen in Patengemeinden, Erwerb von Fahrrädern oder Gegenstände für das Freizeitbüro, Ermöglichung staatsbürgerlicher Vorträge und vieles mehr. Der Verein arbeitet auch Hand in Hand mit der
Kameradschaft und stimmt sich in wichtigen Belangen ab.

Im Jubiläumsjahr 2017 haben wir im Juni anlässlich unserer
jährlichen Mitgliederversammlung einen größeren Kreis zu einem Gastvortrag in das Casino geladen. Der neue Kommandeur der Führungsakademie der Bundeswehr, Konteradmiral Carsten
Stawitzki, sprach über „Leadership Excellence – Herausforderungen an den militärischer Führer“. Dabei beeindruckte er
seine Zuhörer, unter ihnen auch der Bundestagsabgeordnete Ingo Gädechens - Mitglied im Verteidigungsausschuss, im nahezu voll besetzten Casino mit seinen klaren Vorstellungen von den
Herausforderungen an den militärischen Führer, der mit vielfältigen Herausforderungen, auch aus dem politischen Umfeld, konfrontiert ist und vielfach sehr kurzfristig relevante Entscheidungen treffen muss. Auch scheute sich Admiral Stawitzki nicht, kritische Fragen zu beantworten, gerade in einer Zeit, in der es eine intensive öffentliche Debatte über Führung in der Bundeswehr gibt. Insofern konnten wir auch hier aktueller kaum sein.

Wir haben derzeit gut 60 Mitglieder, die damit gleichzeitig auch Förderer der Soldaten und ihrer Familien sind. Aber die gestellten Aufgaben sind groß und wir wollen mehr Mitglieder haben. 

Deshalb richten wir auch heute diese Bitte an Sie. Werden Sie
Mitglied in unserem Verein und helfen Sie bei den Aufgaben des Vereins mit. Der Jahresbeitrag beträgt nur 30 €.

Anträge zur Mitgliedschaft erhalten Sie beim Schriftwart,
den Vorsitzenden erreichen Sie am besten unter:

 Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Freunde und Förderer

Blaue Stunde

Am 16.11.2017 folgten 47 Gäste aus dem zivilen Umkreis der Einladung des Kommandeurs zur

In Auswertung verschiedener Hinweise hatte der Kommandeur entschieden, von der bisherigen Art der Durchführung mit einer Fokussierung auf sicherheitspolitische Themen und externe Referenten abzuweichen, und mit der „Blauen Stunde“ den Zusammenschluss zwischen dem Verband und dem zivilen Umfeld der Region zu intensivieren.

Dazu trug dann der Kommandeur persönlich zu ausgewählten Themen aus und über das Aufklärungsbtaillon 6 Holstein“ vor, um allen Interessierten den Blick über den Kasernenzaun zu ermöglichen und so die Grundlagen für die im Anschluss folgenden vielfältigen Gespräche bei Getränken und einer kleinen Stärkung zu schaffen.

So begann der Vortrag mit einer Herleitung der Auswirkungen des Aussetzens der Wehrpflicht und Umstellen der Laufbahnen für Mannschaften. Mit einer durchschnittlichen Verpflichtungszeit von 9,24 Jahren (Tendenz steigend!) hat sich mehr geändert, als nur die Frequenz, mit der Soldaten ein- und wieder ausgekleidet werden. Ausbildungshöhen, Binnenstrukturen, Herausforderungen für Vorgesetzte auf allen Ebenen – ein Panzeraufklärungsbataillon der 80er Jahre und ein modernes Heeresaufklärungsbataillon haben deutliche Unterschiede, die gerade den Ehemaligen nicht wirklich bewusst sein können.

In einem weiteren Schritt ging der Kommandeur kurz auf die Ausbildungen und Einsätze des Jahres 2016 ein, um dann die ab 2018 anstehenden Forderungen sowie die diesen zugrundeliegenden Anpassungen der Einsatzsystematik des Heeres zu beschreiben. Ab Anfang 2018 wird das Bataillon zusammen mit dem AufklBtl 7 verantwortlich sein für das durchhaltefähige Stellen der Späh- und Feldnachrichtenkräfte in AFGHANISTAN, sowie weiteres Personal entweder als „Einzelmarschierer“ zu entsenden, oder die „Very High Readiness Joint Task Force“ (VJTF) zu unterstützen.

Abgebunden wurde der Vortrag mit einer Sachdarstellung der aktuellen Lage der Infrastruktur der Rettberg-Kaserne, das mit dem Fazit endete: „Wir sind auf einem guten Weg, nur gibt es keinen Spielraum mehr für weitere Verzägerungen!“

Im Anschluss fanden rege Gespräche und Diskussionen in kleinen Gruppen statt, in denen zivile Gäste und anwesende Soldaten das Gehörte reflektierten, diskutierten und präzisierten.

Fazit: Absicht umgesetzt, Schulterschluss hergestellt, Kommunikation angeregt, gegenseitiges Verständnis verbessert!

Blaue Stunde
Blaue Stunde
Blaue Stunde
Blaue Stunde

Volkstrauertag 2017

Volkstrauertag in Lensahn

Pünktlich zu Beginn des Gottesdienstes um 10:00 Uhr klarte der Himmel auf und das einzige was übrig blieb, war eine klirrende Kälte, die wahrscheinlich auch dazu führte, dass weniger Teilnehmer aus der Bevölkerung Lensahns zugegen waren. Pastor Sagawe lud um 10:15 Uhr dann die Gemeinde sowie die Vertreter der Bundeswehr, der Schützengilde und der Freiwilligen Feuerwehr in die Kirche ein. Er begann dann mit dem ersten Teil seiner Predigt wo er den vielen Gefallenen während der vergangen Weltkriege gedachte. 

Der zweite Teil seiner Predigt bezog sich auf aktuellere Themen, die er in Bezug mit der Nächstenliebe und den Verzicht auf den Eigenvorteil setzte. Dies belegte er mit den Beispielen, wo ein Mann sich über Rettungssanitäter aufregte, die in seiner Einfahrt ein Kind reanimierten und er deshalb nicht sein Grundstück verlassen konnte.
Oder wo ein Mann an einem Geldautomaten zusammenbrach und andere anwesende Kunden über ihn hinweg stiegen um an ihr Geld zu kommen. Erst nach zwanzig Minuten wurde ein Notarzt alarmiert und der Mann verstarb im Krankenhaus. Dies erwähnte er deshalb, weil er diese Vorfälle in Relation mit der Nächstenliebe setzte. Denn wenn jeder sich um seinen nächsten kümmern würde, gäbe es weniger Probleme auf der Welt. Damit beendete er seinen Abschnitt und übergab das Wort an Hauptmann Attar, Kompaniechef der 3. Kompanie. 

Hauptmann Attar begann seine Rede damit, von einem Besuch in seiner Heimatstadt zu erzählen, währenddessen er folgenden Schriftzug auf einer Mauer las: „Frieden ist nicht alles, aber ohne Frieden ist alles nichts.“ Dieser Satz sei einfach und komplex zugleich. Man könne auf der einen Seite ewig über ihn diskutieren, gleichwohl sei er sowohl einfach, als auch klar. Daraufhin kam er noch einmal darauf zu sprechen, wessen wir eigentlich am Volkstrauertag gedenken und welchen Bezug die vergangen Kriege, die Beendigung dieser, der Wiederaufbau und das Zusammenwachsen Europas, die Bedeutung des Friedens definieren.   

Daraufhin übernahm Pastor Sagawe wieder das Wort und lud die Gemeinde ein an der Kranzniederlegung vor der Kirche, als auch an dem Trauerzug teilzunehmen um die Kranzniederlegung auf dem nahen Friedhof zu vollziehen. 

Die Kranzniederlegung vor der Kirche unternahmen wie jedes Jahr Vertreter der freiwilligen Jugendfeuerwehr. Eingeleitet wurde dies durch ein kurzes Lied, welches durch ein Blasorchester gespielt wurde. Daraufhin formierte sich der Trauerzug und die Gemeinde verlegte zum Friedhof. 

Der Kranz auf dem Friedhof wurde durch eine Abordnung der 3. Kompanie niedergelegt, was auch wieder durch ein kurzes Stück des Blasorchesters eingeleitet  wurde. 

Nach der Kranzniederlegung marschierten die Teilnehmer ab und dies beendete den Volkstrauertag. 

Die Freiwillige Feuerwehr Lensahns lud daraufhin noch zu einem Umtrunk in ihre Örtlichkeiten ein, um diesen Volkstrauertag wie jeden zu würdigen. 

OFw Borhof

Ehrenmal Eutin
Ehrenhain Eutin
2. Kompanie
3. Kompanie
4. Kompanie

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