Presse-Archiv 2017

Kavallerieregiment 14

Anläßlich des diesjährigen Regimentstages konnten 17 Personen im Stammlokal „Alter Dragoner“ begrüßt werden. Zu den Teilnehmern gehörte auch der 1. Sprecher der Kameradschaft Aufklärungsbataillon 6 „Holstein“ Herr Rath und seine Frau.

Aus Hamburg hatten trotz gesundheitlicher Probleme Herr A. Dannmeyer und seine Frau den Weg auf sich genommen. Dafür den Beiden ein ganz besonderer Dank.

Frau Völzow aus Lübz besucht die Veranstaltungen immer wieder gern in Gedenken an ihren verstorbenen Mann.

Als Gast wurde Herr Grohmann aus Parchim begrüßt, der sein Buchprojekt aus Anlass des 150-jährigen Stiftungstages des 2. Großherzoglich Mecklenburgischen Dragoner-Regiment Nr. 18 vorstellte.

Am 08.08.1867 war der Erlaß zur Aufstellung des Regiments von Großherzog Friedrich Franz II. von Mecklenburg-Schwerin erschienen. Am 15. Oktober diesen Jahres, dem Tag des Einzugs in Parchim, ist unter anderem eine Ausstellung und eine Gedenkveranstaltung geplant. Die Kameradschaft KR 14 wird sich im Rahmen seiner Möglichkeiten daran beteiligen.

In Uniform waren erschienen Herr Dietz als Unteroffizier des 1. Großherzoglich Mecklenburgischen Dragoner-Regiment Nr. 17, Herr Ex in feldgrauer Uniform als Wachtmeister des    2. Leib-Husaren-Regiment „Königin Viktoria von Preußen“ Nr. 2 und erstmals war dabei Herr Krupp, Rittmeister und Vorsitzender des Vereins 10. Husaren-Regiment i. Tr. Stendal e. V.

Der Stabstrompeter Herr John, von der IG Kürassier-Regiment
„von Seydlitz“ (Magdeburgisches) Nr. 7 aus Quedlinburg gestaltete die Kranzniederlegung am Hochkreuz auf dem alten Garnisonfriedhof durch seine musikalische Begeleitung eindrucksvoll. Anschließend fand eine gemütliche Kafferunde statt an der dann auch Herr K. Chr. Richter und seine Frau vom Traditionsverband KR 5 „Feldmarschall v. Mackensen“ teilnahmen. 

Das KR14 möchten an dieser Stelle zum Adventstreffen am 9. Dezember sehr herzlich einladen.

1945 in Eutin

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs im Mai 1945 begannen die alliierten Siegermächte relativ rasch mit der Entlassung eines Teil der deutschen Kriegsgefangenen. Hintergrund dieser Maßnahme war, die Sicherstellung der anstehenden Ernte des Sommers 1945, deren Einbringung den Einsatz einer ausreichenden Anzahl von Bauern und Landarbeitern notwendig machte. Die Briten begannen daher am 04. Juni 1945, nur einen Monat nach Kriegsende, mit der geordneten Entlassung von zunächst ertwa 30.000 deutschen Kriegsgefangenen. Der britische Sergeant Bert Hardy von der 5. Army Film & Photographic Unit hielt ein solches Demobilisierungsverfahren von kriegsgefangenen Wehrmachtsangehörigen am 7. und 8. Juni 1945 in der Eutiner Rettberg-Kaseme fotografisch fest, ange-fangen von der Erfassung ihrer Handwerke und Berufe bis hin zu ihrer ei-gentlichen Entlassung. 

Die im Eutiner Demobilisierungszentrum (so lautete die britische Be-zeichnung für Kasernen, in denen Entlassungsverfahren durchgeführt wur-den) zu überprüfenden Männer kamen aus der sogenannten F-Zone. Dies war ein riesiges Freiluft-Gefangenenlager für über eine halbe Million deut-scher Wehrmachtsangehöriger in den nördlichen Teilen der heutigen Krei-se Ostholstein und Plön gewesen, von den Soldaten häufig auch als „Kral" bezeichnet. Fissau, Sielbeck und Sibbersdorf lagen innerhalb dieses Sperrgebietes, während das übrige Eutiner Stadtgebiet nicht in das Gebiet mit einbezogen war. 

Um das Entlassungsverfahren, für das in der Eutiner Rettberg-Kaserne die britische 14. Disbandment Control Unit (14. Auflösungs-Kontroll-Ein-heit) zuständig war, anhand der dazugehörigen Fotos nachvollziehen zu können, seien die einzelnen Schritte im Folgenden kurz erläutert. 

Zunächst betraten die Soldaten, aus den Wäldern um Eutin kommend, die Rettberg-Kaserne, in der sie in Zehner-Gruppen eingeteilt wurden. Erst dann durften sie in das eigentliche Demobilisierungszentrum marschieren (Abb 1). Weil keine Parteimitglieder der
NSDAP entlassen werden durften, erst recht keine SS-Angehörigen (die man leicht an ihrer spezifischen Tä-towierung ausmachen konnte), fand zuerst eine Einzelbefragung durch einen britischen Verhör-Offizier statt (Abb. 2 und 3). Nach dieser Befra-gung wurden die Gefangenen zum nächsten Abschnitt geführt (Abb. 4). Die Gruppenführer der Zehnertrupps waren während des Demobilisie-rungsverfahrens für die Papiere ihrer Männer verantwortlich. An der nächs-ten Station waren die Entlassungspapiere an einen deutschen Schreiber zu übergeben (Abb. 5). Die Männer warteten, bis sie an die Reihe kamen (Abb. 6),
ehe der Schreiber ihre Angaben in den Entlassungsbogen eintrug (Abb. 7) bzw. sie selbst die Papiere ausfüllen mussten. Daraufhin wurde jedem Mann eine Informationskarte ausgehändigt, die ihn über den Grund seiner Freilassung sowie über die nächsten von ihm zu unternehmenden Schritte aufklärte. Um einen möglichen Tauschhandel mit den Entlassungspapieren zu unterbinden, hatten die Männer anschließend ihre Daumenabdrücke als Identifikationsmerkmal zu hinterlassen (Abb. 8). Dabei handelte es sich wohl eher um eine reine Vorsichtsmaßnahme, denn kaum einer der Frei-gelassenen hätte wohl um einiger materieller Vorteile willen 

mit den zurück bleibenden Gefangenen tauschen wollen. Insofern waren die Entlassungs-papiere, die im Unterschied zu den (kleineren) blassgelben Formularen der Militärregierung weiß waren, sehr begehrt. 

Im Anschluss daran wurden die Männer durchsucht - exemplarisch hielt der britische Fotograf deshalb die Tascheninhalte eines deutschen Gefan-genen fest (Abb. 9). Die Gebrauchsgegenstände durften sie behalten, während alle militärischen Rangabzeichen, NS-Embleme usw. abzugeben waren. 

Nach dem Durchlaufen des Demobilisierungsverfahrens erhielt jeder Freizulassende 40 Reichsmark ausgezahlt (Abb. 10). Anschließend fand eine Untersuchung der Männer durch einen deutschen Truppenarzt statt, bei der sie unter anderem entlaust wurden (Abb. 11). Wer als zu schwach für die anstehenden landwirtschaftlichen Aufgaben befunden wurde, durfte übrigens nicht entlassen werden. 

Nach einer letztmaligen Durchsuchung, bei der den Männern jede noch verbliebene Armeeausrüstung abgenommen wurde (Abb. 12), warteten sie in einem hinteren Teil der Rettberg-Kaserne auf den Transport in ihren Ar-beitsbezirk, der möglichst nah an ihrem Wohnort liegen sollte. Um zu ver-hindern, dass sich jemand ohne Papiere in die Reihen der zu Entlassen-den einschlich, mussten alle Männer vor ihrem
Abtransport aus dem De-mobilisierungszentrum ihre Entlassungspapiere in die Höhe
halten (Abb. 13)

Die letzten Fotos zeigen dann, wie die Männer zu den Lkw marschier-ten und anschließend noch auf dem Kasernengelände die Fahrzeuge er-kletterten (Abb. 14 und 15), die sie letztlich in die Freiheit bringen sollten.

Übrigens erkennt man auf einigen Fotos deutlich, dass nicht nur britische, sondern auch amerikanische Militärfahrzeuge (mit weißem Stern) in Eutin stationiert waren. 

Zum Schluss sei noch auf ein interessantes Detail dieser ersten Kriegs-gefangenen-Entlassungsaktion hingewiesen. Formell wurden die Deut-schen von den Briten zunächst nur vorläufig für die Erntehilfe freigelassen, d. h., ihre endgültige Entlassung hätte in einem späteren Verfahren stattfin-den sollen. Eine solche nachträgliche Demobilisierungsprozedur fand je-doch niemals mehr statt, vermutlich weil man den damit verbundenen Ver-waltungsaufwand scheute. Deshalb aber, so stellte ein von dieser frühes-ten Entlassungshandlung betroffener Zeitzeuge gegenüber dem Verfasser fest, sei er eigentlich bis heute immer noch britischer Kriegsgefangener, rein formal betrachtet. .. ! 

Diese Einschätzung teilten die Briten übrigens wohl implizit, denn ein anderer Zeitzeuge, der ebenfalls zu den ersten frei gelassenen Kriegsgefangenen gehörte und der sich einige Monate später in den Minenräumdienst der Briten stellen wollte, berichtete, dass er ei-gens dazu erst formal aus der Kriegsgefangenschaft entlassen werden musste, obwohl er sich de facto bereits eine Weile in Freiheit befunden hatte.

Im Norden sagt man: Schüss

Militärpfarrer Jan-Dirk Weihmann verlässt Eutin nach über 9 Jahren. Bevor wir schüss sagten, haben wir ihn noch einmal getroffen. 

Kameradschaft

Wie lange waren Sie in Eutin und wie sind sie dorthin gekommen?

Weihmann

Ich habe den Standort Eutin seit 2008 „aus der Ferne“ betreut, als mein Dienstsitz noch in Boostedt war. Seit 2015 habe ich mein Büro hier in Eutin.

In die Militärseelsorge bin ich gekommen, weil mich diese besondere Arbeit schon immer fasziniert hat und weil ich als Kind eines Soldaten und engagierten Christen gute Einblicke in den besonderen Wert der Militärseelsorge hatte.

Kameradschaft

Warum verlassen Sie Eutin? Wo geht es hin?
Was machen Sie dort?

Weihmann

Dafür gibt es viele Gründe. Zunächst einmal hat das familiäre Gründe. Drei unserer vier Kinder stehen ohnehin vor dem Schulwechsel oder der nächsten Lebensphase, so dass wir glauben, ihnen in diesem Jahr einen halbwegs problemlosen Wechsel ermöglichen zu können. Hinsichtlich meiner eigenen beruflichen Perspektiven ist es die richtige Zeit – Ich stehe vom Lebensalter und der Berufserfahrung her ungefähr „auf halber Strecke“. Deswegen erscheint es sinnvoll, jetzt etwas Neues zu beginnen.

Ich werde zum 01. August 2017 die Pfarrstelle in der Evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Hohne übernehmen. Hohne ist ein kleiner Ort in der südlichen Lüneburger Heide zwischen Celle und Gifhorn. Dort werde ich „klassischer“ Gemeindepfarrer, feiere Gottesdienste, unterrichte Konfirmanden, taufe, traue und beerdige. Das eine oder andere Schützen-, Dorf- oder Feuerwehrfest werde ich natürlich auch besuchen.

Kameradschaft

Was ist das Besondere daran, ein Militärpfarrer zu sein?

Weihmann

Kirche und Staat in der Bundesrepublik Deutschland räumen den Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr das – weltweit einmalige! – Privileg ein, Seelsorgerinnen und Seelsorger an der Seite zu haben, die durchgehend und mit großer Dichte „da“ sind, ansprechbar und gleichzeitig mit kritischer Distanz. Als Militärpfarrer war ich immer unabhängig von militärischen Hierarchien und konnte mich beratend und hinterfragend in Prozesse einbringen und so für die mir anvertrauten Menschen sorgen.

Kameradschaft

Das schwierigste Erlebnis?

Weihmann

Kinder zu beerdigen oder junge Menschen, die durch Suizid aus dem Leben gegangen sind, ist herausfordernd.

Kameradschaft

Das schwierigste Erlebnis?

Weihmann

Kinder zu beerdigen oder junge Menschen, die durch Suizid aus dem Leben gegangen sind, ist herausfordernd.

 
 

Feldgottesdienst in Bergen
Feldgottesdienst in Bergen

Kameradschaft

Die schönsten Momente?

Weihmann

(lacht) Bekomme ich eine eigene Sonderausgabe? Aber im Ernst: Das würde eine lange Liste werden. Nur einige wenige Stichworte:
Die Taufe eines Soldaten am Eutiner See; der Gelöbnisgottesdienst mit Musik von Jan Delay und Udo Lindenberg. Das Krippenspiel in Kabul zu Weihnachten 2011 im Auslandseinsatz. Der letzte Feldgottesdienst im Lager Hörsten. Rüstzeiten in Prag. Und gefühlt tausend kleine und große Momente, wo ich ganz sicher war, dass jemand „ganz oben“ seine helfende Hand im Spiel hatte…

Kameradschaft

Was war das für Sie persönlich wichtigste Erlebnis in Eutin?

Weihmann

Zu erleben, wie meine Pfarrhelferin Angelika Urfels und ich während des Umzuges der Dienststelle unterstützt und danach mit großer Herzlichkeit aufgenommen wurden.

Kameradschaft

An wen erinnern Sie sich gerne?

Weihmann

Ich werde mich an Sie und euch alle immer gerne und mit
Dankbarkeit erinnern!

Kameradschaft

An wen Nicht? ;-)

Weihmann

Das weiß die betreffende Person sehr genau…

Kameradschaft

Was wünschen Sie ihrer Nachfolgerin und dem Bataillon?

Weihmann

Ich wünsche meiner Nachfolgerin Dorothea Brand von Herzen Gottes Segen, Geduld und dass die Liebe zur Arbeit unter Soldatinnen und Soldaten, die sie in Munster und Lüneburg gezeigt hat, mit jedem Tag noch größer wird.

Den Soldatinnen und Soldaten des Bataillons wünsche ich eine höhere Führung, die sie ernst nimmt, eine verlässliche Kameradschaft und das Wissen, dass es immer jemanden geben wird, der auf sie aufpasst. Dieser „Jemand“ hat viele Namen…

Kameradschaft

Möchten Sie uns noch etwas erzählen, wonach wir nicht gefragt haben?

Weihmann

Ich bin dankbar, für das, was ich erleben durfte. Ich bin dankbar, dass ich lernen durfte. Ich bin dankbar, dass ich ein Teil des Teams sein durfte.

Kameradschaft

Wir sind dankbar, dass Sie für die Kameraden da waren, bedanken uns für die gemeinsame Zeit, dieses Gespräch und wünschen Ihnen für die Zukunft alles Gute.

Für die Kameradschaft AufklBtl 6 "HOLSTEIN"

SF Schmidtke

 
 
 
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers. A. Krauskopf vom 06.07.2017

Ein Zufallstreffen fern der Heimat

Nachwuchsoffiziere der West-Point-Akademie und von der Kansas-Universität in Lawrence waren zur selben Zeit in der Stadt

Seit über 50 Jahren kommen jeden Sommer Studenten aus Kansas nach Eutin. Es dürfte allerdings nicht so oft passiert sein, dass darunter junge Leute sind, die zufällig fern der Heimat Berufskollegen treffen konnten: Drei Studenten aus Lawrence, die sich bei der US-Armee verpflichtet haben, begegneten dieser Tage zwei Offiziersanwärtern der berühmten Militärakademie West Point, die drei Wochen lang das Aufklärungsbataillon 6 in Eutin besucht haben.

Im Gespräch mit den zwei Frauen und drei Männern wird deutlich, dass es in den Vereinigten Staaten zwei unterschiedliche Wege der Offiziersausbildung gibt. Noah Kambili (21) aus New York und Oliver Douthitt (23) aus Kentucky sind Kadetten, die ihre Ausbildung in West Point machen. Diese Militärakademie in der Nähe von New York bildet etwa ein Viertel des Offiziersnachwuchses des Heeres der US-Armee aus.

Absolventen verlassen die Akademie mit dem Grad und dem Rang als Leutnant, sie müssen mindestens fünf Jahre in der Armee bleiben und weitere drei Jahre der Reserve zur Verfügung stehen. In West Point sind Noah Kambili und Oliver Douthitt wie in einer Kaserne in einem militärischen Bereich, in dem sie Uniform tragen müssen.

Elizabeth Haas, Jacob Ellenberger (beide 19) und Kathleen Meeds (20) haben sich für eine militärische Laufbahn entschieden, die einen deutlich höheren zivilen Anteil hat: Alle drei gehören dem Reserve Officers Training Corps (ROTC) an. Sie sind damit – was es in Deutschland nicht gibt – Reserveoffiziere, die an einer zivilen Universität studieren. Durch Dozenten an der Uni und in Ausbildungseinheiten an Standorten der US-Armee erhalten sie eine zusätzliche militärische Ausbildung. Die Angehörigen des ROTC haben sich verpflichtet, nach Abschluss ihrer Ausbildung mindestens vier Jahre in der Armee zu dienen, im Gegenzug übernimmt die Armee – abhängig von Leistungen – teilweise oder ganz die Kosten der Ausbildung.

West Point ist eine Heereseinrichtung, und beim Heer ist auch Elizabeth Haas. Kathleen Meeds und Jacob Ellenberger gehören der Marine an, Meeds ist bei 

der Infanterie-Einheit (Marines), Ellenberger strebt einen Einsatz auf Schiffen oder bei den Marinefliegern an.
 Sie habe sich für den Weg über das ROTC entschieden, weil er mehr Freiheiten lasse als eine Militärakademie, erzählt Elisabeth Haas. Diese Freiheit – Studieren ohne Uniform – habe durchaus ihre Reize, gibt West-Point-Kadett Noah Kambili zu. Er hatte sich, wie er berichtet, für eine Bewerbung in West Point entschieden, weil der beste Freund seines Vaters die Akademie besucht habe. Bislang habe er diese Entscheidung auch nicht bereut – ebensowenig wie die Hospitanz bei den Eutiner Aufklärern, die für Kambili und Douthitt heute ebenso endet wie für Kathleen Meeds ein Praktikum beim Ostholsteiner Anzeiger.

Was war der augenfälligste Unterschied zwischen US-Armee und Bundeswehr? Die Vielfalt der Fähigkeiten im Bataillon, stellte Oliver Douthitt fest: Späher, Drohnen-Piloten, Sprachaufklärer. Einheiten der US-Armee seien viel mehr spezialisiert: „In einer Einheit mit 500 Soldaten machten meistens alle dasselbe.“

Nachwuchsoffiziere der US-Armee, die sich zufällig in Eutin begegneten: (von links) die ROTC-Soldaten Jacob Ellenberger, Elizabeth Haas, Kathleen Meeds aus Lawrence und die West-Point-Kadetten Noah Kambili und Oliver Douthitt

Foto: Krauskopf 
Originalbeitrag: OHA

Nachgefragt bei FW Mollenhauer

Im Januar verloren der HF Mollenhauer und seine Familie ihr Zuhause durch ein Feuer. Wir haben nachgefragt, wie es der Familie heute geht.

Kameradschaft

Herr Mollenhauer, wie geht es Ihnen 5 Monate nach dem Brand?

Mollenhauer 

Inzwischen wieder einigermaßen gut, aber der Schock sitzt noch tief. Aber mit der allseitigen Unterstützung kann ich mit meiner Familie wieder zuversichtlich vorausschauen.

Kameradschaft 

Zurück zum 2. Januar. Sie saßen gegen 21 Uhr mit Ihrer Familie im Wohnzimmer, als Sie den Brand im Anbau bemerkten. Die Feuerwehr war schnell da, und Ihre Familie stand auf der Straße.

Was haben Sie in Erinnerung?

Mollenhauer

Die große Hilfsbereitschaft der Nachbarn und der Bürgermeisterin. Sie hat sogar für alle Würstchen und Getränke besorgt. Eine Nachbarin stellte uns sofort ihr Ferienhaus zur Verfügung. Leider durften wir nicht mehr ins Haus, konnten also nur wenig retten.

Kameradschaft 

Wie ging es am Samstag weiter?

Mollenhauer 

Es sammelten sich Spenden aller Art, vor allen für meine beiden Kinder. Eine ganz besondere Überraschung war der Besuch des Kameraden Riegert von der Kameradschaft, der uns 500,--€ als Soforthilfe übergab. Davon haben wir Sachen, vor allem für die Kinder, für die Schule und den Kindergarten am Montag gekauft.

Weitere Hilfe kam von der Gemeinde, Nachbarn, Kameraden, besonders StFw Reichenbach (Spieß 4./), der die Sammlung im Btl. organisierte, 
BwSozWerk, MilPfarrer, Ostholsteiner Behindertenhilfe, wo meine Frau arbeitet, sowie auf das in der Zeitung genannte Konto.

Sonntag und Montag habe ich je ca. 200 Telefonate als Danksagung geführt.

Kameradschaft 

Was war mit der Kripo und der Versicherung?

Mollenhauer 

Das lief sehr professionell ab. Der Totalschaden wurde festgestellt und wir konnten gemeinsam den Wiederaufbau planen. Wir fanden einen örtlichen Bauunternehmer, der Bauantrag wurde Mitte März gestellt, die Gemeinde erteilte die Genehmigung innerhalb 6 Wochen und seit Anfang Mai wird gebaut. Am 
23. Mai war Richtfest und Ende August wollen wir aus unserer Übergangswohnung aus und in unser neues Zuhause einziehen.

Kameradschaft 

Wie geht es Ihren Kindern jetzt?

Mollenhauer

Die erste Zeit war schlimm, weil alles Vertraute fehlte. Aber sie wurden in Kita und Schule sehr gut aufgefangen und leben jetzt “normal“. Die Erinnerungen kommt aber immer mal wieder hoch.

Kameradschaft 

Wie geht es Ihnen und Ihrer Frau?

Mollenhauer 

Wir hatten unseren Streß mit dem Verlust des in 5 Jahren mit viel Eigenleistung errichtetem Haus. Und die Zukunft lag ja zum Teil auch im Ungewissen. Aber der Arbeitgeber meiner Frau und auch die Bundeswehr haben uns nach Kräften unterstützt.

 

Kameradschaft 

Was war mit der Kripo und der Versicherung?

Mollenhauer 

Das lief sehr professionell ab. Der Totalschaden wurde festgestellt und wir konnten gemeinsam den Wiederaufbau planen. Wir fanden einen örtlichen Bauunternehmer, der Bauantrag wurde Mitte März gestellt, die Gemeinde erteilte die Genehmigung innerhalb 6 Wochen und seit Anfang Mai wird gebaut. Am 
23. Mai war Richtfest und Ende August wollen wir aus unserer Übergangswohnung aus und in unser neues Zuhause einziehen.

Kameradschaft 

Wie geht es Ihren Kindern jetzt?

Mollenhauer

Die erste Zeit war schlimm, weil alles Vertraute fehlte. Aber sie wurden in Kita und Schule sehr gut aufgefangen und leben jetzt “normal“. Die Erinnerungen kommt aber immer mal wieder hoch.

Kameradschaft 

Wie geht es Ihnen und Ihrer Frau?

Mollenhauer 

Wir hatten unseren Streß mit dem Verlust des in 5 Jahren mit viel Eigenleistung errichtetem Haus. Und die Zukunft lag ja zum Teil auch im Ungewissen. Aber der Arbeitgeber meiner Frau und auch die Bundeswehr haben uns nach Kräften unterstützt.

Ich mache inzwischen wieder Dienst nach dem Hamburger Modell und bin auch wieder einigermaßen stabil.

Das Gespräch führte OTL a.D. Rath, 1.Sprecher der Kameradschaft   27.5.2017

So sah es nach dem Brand im Januar aus

Schnelle Hilfe

 HF M.  der 4. Kompanie musste mit seiner Frau und den beiden Kindern (4 und 7 Jahre alt) zu Freunden in die Ferienwohnung ziehen. 

Die Bürgermeisterin der Gemeinde Malente Tanja Rönck rief auf den verschiedensten Wegen zur Hilfe für die Familie auf. In kürzester Zeit kamen über 200 Spendenangebote von Kleidung bis zum Kuscheltier. 

Die Kameradschaft Aufklärungsbataillon 6 „Holstein“ hat schon Samstag Mittag 500€ gespendet, zum Beispiel für Schulranzen oder Kindergarten-Tasche und damit der Familie etwas Not genommen. Dem schloss sich der Förderverein des Aufklärungsbataillon 6 inzwischen mit 1000€ Soforthilfe an. 

Auch im Bataillon wird Geld gesammelt, damit die Familie, bis der Schaden durch die Versicherung reguliert wird, sich vielleicht etwas ablenken oder wichtige Anschaffungen sofort tätigen kann.

Wer es nicht zum Standort schafft, kann seine Spende auch gerne direkt überweisen. Ein Hinweis auf das Bataillon oder die Kameradschaft in der Überweisung hilft der Familie die Spende zuzuordnen. 

Malenter Familie ohne Zuhause

MALENTE | Am Freitagabend den 06. Januar, hat es in Malente (Kreis Ostholstein) gebrannt. Mehrere Anrufe gingen bei der Leitstelle ein, dass ein Einfamilienhaus in der Paulstraße brennt. Dies bestätigte sich beim Eintreffen der Einsatzkräfte auch, so dass umgehend der Alarm erhöht wurde.

Das Feuer brach vermutlich in einem Anbau aus und hat dann auf das Dach übergegriffen, so Einsatzleiter Andree Bendrich. Die Familie mit zwei Kindern konnte sich rechtzeitig ins Freie retten. Sie wurden durch den Rettungsdienst untersucht und kamen anschließend bei Nachbarn unter. Sie besaßen nur, was sie am Leibe trugen.

Die Feuerwehr öffnete die Dachhaut um an die Glutnester heranzukommen. Das Haus ist bis auf weiteres unbewohnbar. Was den Brand ausgelöst hat, dazu konnte die Polizei noch keine Angaben machen. Die Feuerwehr war mit 60 Kräften vor Ort.

Originalbericht Arne Jappe, OHA vom 07.01.2017

 
Foto Copyright Christina Düvel-Veen

Foto: © Christina Düvel-Veen | Hier finden Sie das Bild im Originalartikel

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